Lasst uns mehr lesen!

„Lasst uns mehr lesen!“ ist meine Bitte. Mein Plädoyer schon fast. Lass uns mehr Figuren treffen, die uns so ähnlich oder so ganz anders sind, als wir. Welten, Systemen, Informationen oder Phantasien begegnen, die wir so noch nicht kannten. Lass uns herausfinden, wie es weiter geht, lass uns lernen, lass und ändern, lass uns zuhören, lachen, weinen, nachdenken und staunen.

Stand in deinen Vorsätzen für das neue Jahr auch, mehr zu lesen? Und hast du es bisher noch nicht so richtig umsetzten können? Da bist du nicht allein. Sich Ziele vorzunehmen, ohne genauere Überlegung, wie man diese denn schaffen könnte, ist nun einmal schwer. Gerade das Lesen wird dabei des Öfteren verschöben oder nach wenigen Tagen oder Wochen komplett vergessen: Man redet sich ein, man hätte ohnehin gar keine Zeit, obwohl man insgeheim aus Langeweile neue Serien anfängt und sich ewig durch Social Media klickt. Wenn wir ehrlich sind, haben wir Zeit. Zumindest ein wenig. Aber was läuft dann falsch? Hier ein paar Tipps, die helfen könnten, mehr zu lesen.

• Hab immer ein Buch in der Tasche

Wirklich immer. Man findet immer mal Zeit zum Lesen: Ein paar Minuten an der Bushaltestelle, in der Bahn, im Wartezimmer beim Arzt und falls eine Vorlesung überraschend ausfällt. Man weiß nie, wann sich ein kleines Zeitfenster ergibt, das man sinnvoll nutzen kann, um zu lesen, statt aus Langeweile auf dem Handy rumzutippen.

• Interesse

Bücher finden, die einen wirklich interessieren und nicht welche, von denen man denkt oder sich selbst auferlegt hat, man müsse sie nun lesen. Es müssen nicht die großen Klassiker sein, die manchmal zu anspruchsvoll und schwer zu verstehen sind. Auch nicht die dicksten Bücher oder das eine Buch, das ihr schon so lange im Schrank habt, wenn ihr schlichtweg eigentlich etwas Anderes lieber lesen wollt. Greift nach Büchern, auf die ihr wirklich Lust habt. Das richtige Genre, die richtigen Geschichten.
Außerdem: Vielleicht erst einmal ein paar kürzere Bücher lesen. Denn das gute Gefühl eines ausgelesenen Buches gibt euch vielleicht einen kleinen Erfolgs- und Motivationsmoment, der euch eher weitermachen lässt.

• Lesen aus den richtigen Gründen

Was mit dem vorherigen Tipp einhergeht: Lesen sollte keine lästige Aufgabe sein, sondern ein Vergnügen. Willst du mehr lesen, nur weil du denkst, „man sollte mehr lesen“? Weil du damit prahlen möchtest, wie belesen du bist? Weil du denkst, es wird von dir erwartet? Oder willst du lesen, weil du dich erinnerst, wie viel Spaß es dir gemacht hat, weil es dich inspiriert, dich weiter bringt, entspannt oder verstehen lässt? Lesen sollte nicht eine Last sein, die du abhaken willst, sondern etwas, worauf du dich freust und was dir etwas bringt. Buchlesen als Belohnung!

• Schafft eine Tagesroutine

Zieh es durch: Jeden Abend vor dem Schlafengehen – oder für Frühaufsteher jeden Morgen? – mindestens 10 Minuten, 20 Minuten oder überhaupt zu lesen. Integrier das Lesen in deinen täglichen Alltag. Mit der Zeit wirst du es so routiniert tun, sodass dir gar nicht auffällt, wie viel du liest. Und selbst eine Seite pro Tag ist mehr als gar keine pro Tag.

• Setze dir ein Ziel

Du bist sehr motiviert und willst doch lieber eine Challenge? Dann überlege dir ein Ziel! Möchtest du eine bestimmte Anzahl von Büchern lesen? Ein, zwei Bücher im Monat? 30 Bücher im Jahr? Oder vielleicht eine ganze bestimmte Reihe endlich anfangen oder beenden? Jeden Tag 10 Minuten lesen? Mehr Gedichte, Kurzgeschichten, Philosophie, Biografien lesen? Bestimmte Themen oder Autoren mehr fokussieren? Dann schreib es dir auf und notiere im Laufe der Zeit, wie sich der Prozess entwickelt.

• Aus den Augen, aus dem Sinn

Habe das Buch, das du gerade lesen willst, entweder eben in deiner Tasche oder auf dem Nachttisch sichtbar liegen. Habe dein Ziel oder einen Notizzettel am Spiegel oder der Tür kleben.

• You don’t need your own library

Dauernd neue Bücher kaufen kann sehr teuer sein. – Muss es aber nicht. Inzwischen gibt es zahlreiche Webseiten, auf denen man günstig gebrauchte Bücher kaufen kann und auch kleine Antiquariate können kleine Schätze versteckt haben. Die gute, alte Stadtbibliothek gibt es auch noch und offene Bücherschränke, aus denen man sich ein Buch mitnehmen kann mittlerweile in fast jeder Stadt. Ansonsten: Bücher von Freunden ausleihen oder tauschen.

• Finde Verbündete!

Du tust dir schwer damit, an einem Buch dran zu bleiben, obwohl es dir grundsätzlich gefällt? Es ist nicht leicht für dich, Bücher zu finden, die deinem Geschmack entsprechen oder dir fehlt ein Austausch, nachdem du es beendet hast? Dann such dir Freunde, Bekannte oder Menschen in einer Community oder Social Media, die ähnliches lesen wie du. Erzählt euch, wie weit ihr seid, was ihr lest und tauscht euch aus!

Gastautorin: Janet

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