Mit 12 Tipps zur fertigen Hausarbeit

Nach den Klausuren fangen die Semesterferien für viele Studierende erst richtig an. Doch beim Blick in den Kalender stellt man plötzlich fest, man muss noch eine Hausarbeit in den Ferien schreiben. Sofort ist die euphorische Ferienstimmung wieder im Keller und beim Gedanken an tagelange Bib-Besuche wünscht so mancher sich die Lernerei für die Prüfungen zurück.

Damit die Hausarbeiten-Zeit nicht zur Stressphase wird, hier ein paar nützliche Tipps, wie du deine Hausarbeit am besten vorbereitest, planst und auch schreibst.

1. Schaffe dir einen Überblick. Meist sind die Themen für die Hausarbeit nur grob vorgegeben und du hast bei der genauen Themenfindung noch ein wenig Spielraum. An dieser Stelle empfiehlt sich, dass du dir einen Überblick über dein Thema verschaffst, bevor du eine genauere Eingrenzung vornimmst und dir eine Fragestellung überlegst. Oft ist hierbei sogar das an der Uni vielgeschmähte Wikipedia geeignet, um sich einzulesen und an grundlegende Informationen zu kommen.

2. Thema eingrenzen und mit dem Dozenten abklären. Wenn du dich ein bisschen schlau gemacht hast, kannst du für deine Hausarbeit das vorgegebene Thema eingrenzen, dir dazu eine geeignete Fragestellung überlegen und vielleicht sogar schon einige Gliederungspunkte erstellen. Sobald eine grobe Gliederung steht, sprichst du diese am besten so früh wie möglich mit deinem Dozenten ab. Entweder du schickst deine Gliederung per Mail und wartest auf eine Rückmeldung oder du gehst persönlich bei deinem Dozenten vorbei. Ein persönlicher Besuch in der Sprechstunde zeigt auch, dass du dir für die Hausarbeit die Zeit nimmst. Vielleicht hat dein Dozent auch noch Literaturempfehlungen für dich parat. Vergiss aber nicht, dich vorher zur Sprechstunde anzumelden, damit dein Dozent auch auf deinen Besuch vorbereitet ist.

3. Was interessiert dich an deinem Thema? Es gibt nichts Schlimmeres, als sich wochenlang mit einem Thema auseinanderzusetzen, mit dem man rein gar nichts anfangen kann und das einen null interessiert. Überlege dir also auch im Vorfeld, was dich an dem Thema deiner Hausarbeit interessiert und lege den Fokus, falls möglich, auf deine Interessen. So bist du auch viel motivierter, wenn du die Hausarbeit anfertigst.

4. Schreibplan erstellen. Ein Schreibplan hat den Beigeschmack, dass man sich eh nie an ihn hält, er nur unnötige Zeit bei der Erstellung frisst und im Grunde genommen nichts bringst. Dennoch ist ein Schreibplan in vielerlei Hinsicht eine große Hilfe. Du kannst einschätzen, wie lange du für einen bestimmten Teil deiner Hausarbeit einplanen möchtest, um dich nicht unnötig lange an eher kurzen Passagen, wie der Einleitung, aufzuhalten. Plane den Schreibprozess der Hausarbeit sehr genau und in vielen Einzelschritten. Unterteile deine Vorgehensweise am besten in folgende Schritte: Themenfindung, Literaturrecherche, Literatur durcharbeiten und sortieren, Einleitung, Hauptteil und Schluss. Den Hauptteil kannst du am besten noch in einzelne Kapitel unterteilen, je nachdem, wie umfangreich deine Hausarbeit gestaltet ist. Vergiss auch nicht, Zeit für Korrektur und Formatieren sowie Drucken und eventuell Binden einzuplanen. Setze deine persönliche Deadline für die Abgabe der Hausarbeit ein bis zwei Wochen vor dem wirklichen Abgabetermin. So hast du keinen Stress, falls du an einem Punkt etwas länger brauchst oder du zwischendurch krank wirst.

5. Literatur beschaffen. Bei der Suche nach Literatur wird dir dein Onlinekatalog der Uni-Bibliothek helfen oder auch dein Dozent. Je nachdem ist auch die Anzahl an benötigter Literatur unterschiedlich, sprich dies am besten sehr frühzeitig mit deinem Dozenten ab, wenn er es nicht ohnehin schon erwähnt hat. Versuche Literatur zu finden, die genau zu deinem Thema passt und nicht zu allgemein ist. Wenn du einen guten Aufsatz gefunden hast, der genau dein Thema umfasst, kannst du auch die Fußnoten in diesem Aufsatz nutzen und so weitere Literatur finden, ohne stundenlang in Onlinekatalogen suchen zu müssen.

6. Quellen notieren. Wenn du die Literatur durchgehst und dir Notizen aufschreibst, die du gerne in deiner Hausarbeit verwendet möchtest, schreibe dir direkt mit auf, wo du diese Informationen genau herhast oder drucke die Internetseite aus.

7. Fang an zu schreiben. Plane nicht genau, in welcher Reihenfolge du die einzelnen Informationen verwenden möchtest, sondern fang erst einmal an zu schreiben. Im Laufe des Schreibens wirfst du eh alles noch einmal durcheinander, tauschst einzelne Kapitel aus oder streichst sie ganz. Auch wegen der Fußnoten brauchst du dir keine Gedanken machen, Programme wie Word oder Pages passen die Fußnoten auch automatisch an, wenn du im Text etwas änderst.

8. Den roten Faden im Auge behalten. Erinnere dich immer wieder daran, wie die eigentliche Fragestellung deiner Hausarbeit war und versuche sie während der gesamten Arbeit immer wieder explizit zu thematisieren und nicht zu allgemein zu schreiben oder abzuschweifen.

9. Korrektur lesen (lassen). Wenn du die Hausarbeit fertig geschrieben hast, lasse sie unbedingt von jemand anderem Korrektur lesen. Du kannst Deine Kommilitonen, Freunde oder Eltern fragen, ob sie deine Hausarbeit lesen können. Lies auch selbst noch einmal mit einem gewissen zeitlichen Abstand über deine Hausarbeit drüber. Am besten beschäftigst du dich einen ganzen Tag nicht mit deiner Hausarbeit und schaust sie dir nicht an. Am nächsten Tag liest du deine Hausarbeit dann nochmal Korrektur und vielleicht findest Du noch Formulierungen, die dir doch nicht so gut gefallen und die du gerne noch überarbeiten möchtest.

10. Format und Abgabe. Inhaltlich ist alles in Ordnung und du kannst Deine Hausarbeit nun endlich abgeben? Glückwunsch, dann hast du es fast geschafft. Schau dir noch einmal genau den Styleguide und die Vorschriften deines Dozenten an. Hast du alle Zeilenabstände richtig und die korrekte Schriftart gewählt und das Deckblatt richtig gestaltet? Dann kannst du die Hausarbeit jetzt ausdrucken und in eine schöne Mappe packen und abgeben. Geh am besten persönlich zu deinem Dozenten und gib die Hausarbeit ab, wirf sie im Institut in den Briefkasten oder schicke sie per Post, wenn du in den Ferien nicht in deiner Uni-Stadt bist. Bei einer Postsendung ist allerdings wichtig, dass du sie als ein Einschreiben verschickst, damit du einen Nachweis über die Abgabe hast.

11. Doppelt hält besser. In den meisten Fällen muss eine Hausarbeit in ausgedruckter Form beim Dozenten abgegeben werden. Ich würde diese allerdings ebenfalls zusätzlich per E-Mail im PDF-Format verschicken, falls auf dem Postweg etwas verloren geht oder die Unipost so umfangreich ist, dass deine Hausarbeit eventuell auf dem falschen Stapel landet.

12. Belohnung. Herzlichen Glückwunsch! Deine Hausarbeit ist geschrieben und abgegeben und bis dein Dozent dich über die Note informiert, dauert es in der Regel ein paar Wochen oder sogar Monate. Zeit, durchzuatmen und sich selbst zu belohnen. Packe alles, was du für die Hausarbeit gebraucht hast, in einen Ordner, verstaue diesen im Schrank und gib alle Bücher sofort in der Bibliothek deiner Uni ab, das ist ein sehr befreiendes Gefühl! Nun darfst du dich selbst belohnen und tun, worauf du Lust hast. Vielleicht hast du dir auch schon zu Beginn der Hausarbeit etwas Schönes ausgedacht, um dich für die abgegebene Arbeit zu belohnen?

Gastautorin: Michelle Grebe

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