Wenn dir etwas nicht gefällt: Ändere es!

Wenn man diesen Titel liest, denkt man vermutlich zunächst nur: Leichter gesagt als getan. Das habe ich auch gedacht, als ich eines Abends diesen Satz in einem Video des YouTubers LeFloid gehört hatte. Doch der Satz ließ mich nicht los und nach mehreren Nächten wachliegen, in denen ich über Lösungswege für mein Problem nachgedacht habe, hatte ich einen Entschluss gefasst.

Zu dem Zeitpunkt war mein Problem, dass meine Arbeit mir absolut missfallen hat. Ich war unfassbar unglücklich, da ich mit Aufgaben konfrontiert wurde, die mir absolut nicht lagen und ich immer mehr das Gefühl bekam, nicht gut genug zu sein und nicht bestimmt zu sein für das, was ich da tat. Das Gefühl, zu versagen ist eines der unangenehmsten Gefühle, die man haben kann. Doch anstatt es mit meinen Vorgesetzten zu besprechen und zu bitten, andere Aufgaben zu geteilt zu bekommen, war ich verängstigt und habe wochenlang nach meinem Arbeitsbeginn jeden Abend auf meinem Bett gesessen wie ein Häufchen Elend.

Als dann dieser Satz meinen Weg kreuzte, änderte sich Vieles. Dieser Satz ließ mich aufwachen aus der Trance, in die ich aufgrund der dauerhaften Frustration verfallen war. Ich hatte immer hin und her überlegt, ob ich meine Arbeit und damit meinen Bundesfreiwilligendienst abbrechen sollte. Ich hatte mit meinen Eltern darüber gesprochen, doch natürlich waren sie der Meinung, man müsse Dinge, die man beginnt, auch zu Ende führen. Doch bei mir hatte es nach dieser Botschaft Klick gemacht und ich war mir über eines klar: Wenn ich mich mit etwas unwohl fühle, dann liegt es auch in meiner Verantwortung, es zu ändern.

Es wird niemand kommen und einem wie durch Zauberhand unangenehme Entscheidungen abnehmen. Das obliegt ganz und gar einem selbst. Doch häufig fällt es einem nicht leicht, Entscheidungen zu treffen, die etwas grundlegend im eigenen Leben verändern. Oft lähmt einen die Angst, damit alles noch zu verschlimmern oder das nähere Umfeld mit der Entscheidung zu enttäuschen.

Ich kann nur raten, sich von all diesen Bedenken loszusagen. Ich bin wenige Tage später zu meinem Vorgesetzten gegangen, habe ihn um ein Gespräch gebeten und nach diesem Gespräch folgten weitere Gespräche und später habe ich die Möglichkeit bekommen, mir eine Gruppe auszusuchen, in der ich arbeiten wollte, bei der die Aufgaben, die mich so bedrückt hatten, wegfielen und auch das Arbeitsklima sich verbessert hatte.

Man kann in seinem Leben viele Dinge ins Positive rücken, auch wenn man das vielleicht manchmal nicht sieht. Das kostet einen Mut und auch Überwindung, aber man darf nie vergessen, dass man selbst das Ruder seines Lebens in der Hand hat. Glück liegt in der eigenen Verantwortung, weshalb die Entscheidungen über das Glück auch nur von einem selbst getroffen werden können.

Also habt Mut! Riskiert etwas, ändert Dinge, die euch nicht gefallen. Traut euch, denn es ist euer Leben und das führt ihr nicht, um es anderen Leuten recht zu machen. Am Ende eures Lebens schaut ihr zurück und bei diesem Rückblick solltet ihr euch sagen können: Ich habe immer das Beste aus den Situationen gemacht.

Gastautorin: Mara Baumann

2 thoughts on “Wenn dir etwas nicht gefällt: Ändere es!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*